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Reisetagebücher
beim bloggen |
| Thailand Hua Hin 2011 / 2012 |
| Fuerteventura 2012 |
| Kroatien 2012 |
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Eine Flugplan-Änderung der ETIHAD bedingte einen Umweg über Frankfurt,
bevor wir kurz nach 20.00 Uhr Richtung Abu Dhabi starten konnten. Dafür war
der Service an Bord vom Feinsten. Ganz zu schweigen von den bequemen Sitzen
bzw. Betten.
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Welche Überraschung – wir landeten 08.30 Ortszeit in Abu Dhabi bei dichtem
Nebel und nur 11° Wärme!! Hier sollte es doch warm sein.
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Boarding für den planmässigen Weiterflug nach Manila war um 09.45. Wir
sassen auf unseren Sitzen, genossen den Welcome-Drink, als die Mitteilung
erfolgte, dass sich unser Flug unvorhergesehen – und leider auch ohne
Begründung – verzögern würde. Über 4 Stunden warteten wir und die ganze Zeit
verbrachten wir im Flieger !!
Natürlich verpassten wir in Manila unseren Anschluss nach Cebu. Dafür
mussten wir nachts um 01.00 Uhr eine Schlafmöglichkeit für 5 Stunden – bis
zum nächsten Flug – suchen.
Früh morgens brachte uns ein Taxi wieder zum Flughafen. Diese Menschen – wie
in einem Ameisenhaufen. Wir hatten das Gefühl, alle Filippinos wären
unterwegs. Gottseidank wurden Business-Class Gäste von ausgesprochen
freundlichem Personal gesondert abgefertigt – wir hätten sonst nochmals den
Flug verpasst.
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Endlich in Cebu-City angekommen, empfing uns unser Sohn und unsere
philippinische Schwiegertochter. Sie waren uns eine Woche vorausgereist und
organisierten die gemeinsame Weiterreise. In einem Privatbus – mit Fahrer –
zwängten wir uns durch das Verkehrschaos von Cebu-City. Unvorstellbar wie
hier gefahren wird. Doch auch auf dem Weg nach Alcoy wurde der Verkehr nicht
besser. Die Küstenstrasse bietet normalerweise Platz für zwei Autos. Dies
hindert aber kein Auto- oder Motofahrer zu Dritt nebeneinander zu fahren,
auch nicht bei Gegenverkehr, der auch zu Dritt daher kommt !!
Erstaunlicherweise gibt es trotzdem wenig Unfälle. Für Europäer ist es
jedoch nicht zu empfehlen sich selbst ans Steuer zu setzen.
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Gute 2 ½ Stunden brauchten wir für die 80 km bis zu unserem Ziel Alcoy. Die
Strasse – voller Schlaglöcher – führt entlang der Küste und ist
landschaftlich recht reizvoll. Die Fahrt geht vorbei an unzähligen Sari-Sari
Stores, ärmlichen teils halbverfallenen Bambushütten, doch immer wieder
winkten uns die Menschen freundlich zu.
Später stellten wir fest, dass wir nicht mit unsere Massstäbe messen dürfen.
Nachstehendes Gespräch mit der stets freundlichen Resort-Angestellten an der
Poolbar unterstreicht dies klar: Allen Ernstes glaubte die junge Frau, dass
in der Schweiz nicht nur sehr viel verdient wird, sondern jeder ab Geburt
eine Plastikkarte kriegt, mit der er jederzeit an jeder Bank Geld abheben
kann. Auch wären doch alle medizinischen Leistungen gratis und im Alter käme
auch eine gute Rente vom Staat. Als wir dieses Bild zurecht rückten und sie
erfuhr wie viel Arbeitszeit wir für all diese Leistungen, die Mieten, das
Essen usw. aufbringen müssen fragte sie mit staunenden Augen – und wann habt
ihr Zeit zum Leben. Diese Reaktion machte uns recht nachdenklich. Die
Filippinos leben einfach – die junge Frau z.B. kriegt mtl. rund 100.—SFr.
Lohn plus Verpflegung im Resort. Und doch sind diese Menschen recht
zufrieden. Ihre Bedürfnisse sind andere wie die unsrigen. Die Frage „Wer
lebt zufriedener“ bleibt offen.
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Nach einer guten Nacht in einer zweckmässigen aber sauberen Unterkunft
begann der nächste Morgen mit Regen. Trotzdem – schwimmen im Pool ist ja
ebenfalls nass und so minderte auch der Regen das Vergnügen nicht. Zudem war
die Temperatur immer noch 28°. Auch zeigte sich bald wieder die Sonne.
Dieses Klima hier gefällt uns – daher planten wir diese Reise auch mit einem
Hintergedanken: Lässt sich hier vielleicht der Lebensabend verbringen? Im
Internet haben wir uns auch schon etwas schlau gemacht. Ganz in der Nähe
soll es eine Anlage mit deutschsprachigen Residenten geben. Also hin und
erkunden. Doch gross war die Enttäuschung. Ungepflegt, verwahrlost, das
Wasser im Pool grün, der Strand nicht zum Baden – kurz alles andere wie ein
Paradies. Auch die Bilder zeigen es: Der Strand ist nicht sehr sauber,
ebenso wenig das Wasser. Zum Baden für uns nicht gerade geeignet.
Entsprechend schnell und klar war hier unsere Entscheidung.
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Es gab zwar noch interessante Objekte an guter Lage, jedoch die Frage blieb
– können wir uns anpassen, in diesen Läden unseren täglichen Bedarf zusammen
suchen, in dieser Umwelt leben?
Doch als Touristen fühlten wir uns unter den liebenswerten Filippinos wohl.
Mit ihnen und zusammen mit Freunden, die auch noch eintrafen, rutschten wir
gemütlich ins neue Jahr 2009.
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Nach zwei Wochen setzten wir unsere Reise fort. Wir konnten uns voll
erholen, genossen den Pool und das SPA, das Essen und die Freundlichkeit.
Bodos Bamboo Resort ist wirklich zu empfehlen. www.bbb-alcoy.com
Der Küste entlang umrundeten wir die Südspitze der Insel Cebu und erreichten
nach etwa 3 Stunden Moalboal/Panagsama Beach. Diese Strecke zählt zu den
landschaftlich schönsten Teilen von Cebu. Auch war der Verkehr erträglich.
Wir genossen die ca. 90 km Fahrt bei recht gutem Wetter und fanden im Quo
Vadis Beach Resort www.moalboal.com auch eine gute Unterkunft.
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Moalboal/Panagsama Beach ist wesentlich lebhafter wie Alcoy. Dass es hier
gute Tauchgebiete gibt, zeigt sich an den vielen Tauchstationen. Die
überwiegende Zahl der Tauchtouristen ist deutschsprachig. Doch wo sich viele
Touristen aufhalten, ist auch Lärm. Discos waren öfters bis 03.00 Uhr zu
hören. Alcoy war viel ruhiger und erholsamer. Dafür bietet sich hier eine
gute Auswahl bester Seafood Lokale. Einfache, fast primitive Hütten jedoch
mit hervorragendem Angebot. Wir genossen bereits am ersten Abend Krebs,
Fisch und Riesengarnelen. Alles vom feinsten.
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Einsiedlerkrebse an Land bedeuten hier Wetterumschwung. Und den gab es in
der Nacht tatsächlich. Bei warmen Temperaturen goss es aber wie aus Kübeln.
Richtiger tropischer Regen bis zum Nachmittag. Für die einheimischen Kinder
eine willkommene Dusche. Sie nutzten dieses Nass für ihre Körperpflege.
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Aber das Wetter drehte sich leider für die nächsten Tage – um genau zu sein
für volle 10. Es gab täglich nur kurze Aufhellungen, denen sofort wieder
Regen folgte. Kleine Spaziergänge im Dorf und an der Beach, kurz mal im 28°
warmen Meer schnorcheln oder im Pool eine Schwimmrunde absolvieren –
vielmehr war nicht drin. Selbst der Geburtstag meiner Gattin fiel
buchstäblich ins Wasser. Aber auch bei solchem Wetter – die Einheimischen
liessen sich bei ihren Festen nicht stören. Sie feierten und tummelten sich
am Strand, egal wie tief die Wolken hingen.
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Trotz leichtem Nieselregen wagten wir eine Wanderung zu den KAWASAN-Fällen.
Mit einem „Jeepney“ fuhren wir etwa 45 Min. bis zum Ausgangspunkt. 600.—
Pesos (ca. 15.—SFr.) zahlten wir für diese Fahrt hin und zurück, dabei
wartete der Fahrer gute 4 Std. auf unsere Rückkehr.
Dem Flusslauf entlang wanderten wir auf guten Wegen den Fällen entgegen.
Immer wieder an einsamen Hütten und an vielen teils farbenprächtigen
Kampfhähnen vorbei. Was den Spaniern der Stierkampf ist den Filippinos der
Hahnenkampf. Dabei kann es bei Wetten auch schon einmal um Existenzen gehen.
Nach etwa ¾ Std. Wanderung erreichten wir die ersten Fälle. Der Regen hatte
nach nachgelassen, manchmal drangen sogar einzelne Sonnenstrahlen durch die
Palmen.
Noch einmal 20 Minuten Kletterei durch einen engen, steilen Aufstieg, über
glitschige Steine und Wurzeln bis zu den oberen Fällen. Nach einer kurzen
Rast dann wieder der Abstieg zu den Hauptfällen.
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Nach acht Tagen teils heftigem Regen, Wind und welligem Meer fuhren wir
etwas frustriert zurück nach Cebu-City – anfangs auch im Regen. Je näher wir
aber zur Stadt kamen bzw. auf die östliche Inselseite, desto besser wurde
das Wetter. Die Strasse trocknete ab, einzelne Sonnenstrahlen drückten durch
die Wolken. Nach 2 ½ Std Fahrt kamen wir im Hotel Marriott Cebu an. Es war
wie eine Rückkehr in die Zivilisation.
Wir genossen nicht nur das Pool, auch ein gutes Barbeque in einer lauen
Nacht, den Bummel im nahen Einkaufscenter und ein Feuerwerk, das den „Sinulog“
– das jährliche Fest zu Ehren des Jesuskindes Santo Niño – einläutete.
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Der Samstag war noch die letzte Möglichkeit für eine Sightseeingtour durch
Cebu City – am Sonntag begannen die Umzüge. Dieser Sinulog ist ein typisch
cebuanisches Festival und dauert eine volle Woche. Nicht nur sind dann die
über 400`000 Cebuanos unterwegs, von überall her kommen noch eine Vielzahl
von Teilnehmern und Zuschauern. Selbst ein Corso der „Harley“- Fahrer fehlte
nicht. Unsere Stadtbesichtigung begann im Taoisten Tempel, seit 1964 ein
Highlight von Cebu.
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Die 1565 erbaute Basilica Minore del Santo Niño wird im ganzen Land als
heilige Stätte verehrt und beherbergt wertvolle christliche Relikte.
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